Form-Fill-Seal-Technologie – Was ist das?

Zuletzt aktualisiert: 27 janvier 2026

Form Fill Seal ist ein innovatives, automatisiertes Verfahren in der Verpackungsindustrie. Auf Basis spezialisierter Pharma-Hochleistungsfolien, wie sie bei Rommelag FLEX entwickelt werden, entstehen im FFS-Verfahren flexible Beutel zur aseptischen Abfüllung von Arzneimitteln, Chemikalien und Kosmetika. Direkt nach der Ausformung der Verpackung und der Abfüllung des Produkts erfolgt unmittelbar im Prozess die thermische, hermetische Versiegelung. Dadurch wird das Risiko einer mikrobiellen Kontamination auf ein Minimum reduziert, was insbesondere bei der Abfüllung von Parenteralia (LVP/SVP) und Spezialchemikalien gefordert ist. Weiterhin ermöglicht die Kombination des aseptischen Prozesses mit Barriere-Materialeigenschaften, die die Permeabilität minimieren, oft einen Verzicht auf Konservierungsmittel.

Die Technologie zeichnet sich durch eine hohe Ausbringung aus, was zu einer Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE) führt. Dies gilt nicht nur für die Nutzung aseptischer Abfüllanlagen im eigenen Betrieb. Diesen Effizienzvorteil bietet auch Rommelag CDMO: Unternehmen können die aseptische Abfüllung ihrer Produkte an unsere Spezialisten auslagern und so von modernster Technologie profitieren. Ausgehend von den betrieblichen Anforderungen wählen Kunden die bewährte Form-Fill-Seal-Technologie oder das Blow-Fill-Seal-Verfahren, um die Produktivität zu steigern und zugleich die Kosten zu senken.

 

Wo liegen die Unterschiede zum Blow-Fill-Seal-Verfahren? 

Bei der aseptischen Abfüllung pharmazeutischer Produkte hat sich das Blow-Fill-Seal-Verfahren (BFS) seit Jahrzehnten bewährt. Rommelag war mit der Einführung dieser Technologie ein Vorreiter in der Branche. Bis heute erfüllen die BFS-Technologie und das Verfahren Form Fill Seal (FFS) höchste Anforderungen an eine effiziente und sichere Verpackung in bruchresistenten Behältern.

Die Ausformung passgenauer BFS-Ampullen und flexibler Beutel im FFS-Verfahren sowie ihre anschließende Befüllung verlaufen in einem kontinuierlichen Prozess. Dadurch gelingt eine aseptische Abfüllung hoher Produktmengen in kurzer Zeit. FFS und BFS unterscheiden sich durch die Art der Herstellung der Verpackungen. Während die Maschine bei der Herstellungsart BFS starre oder halbstarre Flaschen und Ampullen direkt aus Granulat extrudiert, erfolgt die Fertigung flexibler Beutel im FFS-Verfahren aus einer vorgefertigten Folie aus PE, PP, COC oder Hochleistungs-Mehrschichtverbunden. Mit Rommelag FLEX stehen spezialisierte Folienlösungen zur Verfügung, die den Standard herkömmlicher Industriefolien übertreffen.

Bei BFS-Verpackungseinheiten entsteht die Behälterinnenseite überhaupt erst bei der Extrusion aus der heißen Schmelze, wodurch sie inhärent steril ist. Bei FFS-Beuteln erfordert die Folienbahn eine gezielte Sterilisation vor dem Füllvorgang. Da die BFS-Technologie eine Sterilsicherheit garantiert, die den Anforderungen für hochsensible Produkte gemäß EU-GMP Annex 1 vollumfänglich entspricht, gilt sie in Bereichen wie Ophthalmika oder Injektionslösungen oft als bevorzugtes Verfahren (Advanced Aseptic Processing).

 

Vor- und Nachteile des Form-Fill-Seal-Verfahrens

Viele Unternehmen nutzen die Vorteile des bewährten Verfahrens zur Verpackung empfindlicher Güter:

  • Minimales Kontaminationsrisiko
  • Kein Einsatz von Konservierungsmitteln nötig
  • Flexible Ausgestaltung der Verpackungsformen und -größen
  • Steigerung der Gesamtanlageneffektivität (OEE)
  • Senkung der Produktionskosten
  • Reduzierte Logistik- und Lagerkosten durch geringes Eigengewicht und hohe Bruchresistenz

Kleine Verpackungseinheiten sind mit dem Verfahren Form Fill Seal ebenso zu realisieren wie Beutel mit einem Volumen bis zu zwei Litern. Die Optimierung des Prozesses durch die schnelle, aseptische Abfüllung führt zu einer hohen Effizienz bei gleichzeitig höchster Qualität.

Die Bündelung aller Arbeitsschritte in einem einzigen Produktionsvorgang führt zur beträchtlichen Senkung der Produktionskosten. Darüber hinaus nehmen die platzsparenden Beutel in der Lagerhaltung nur ein geringes Volumen ein, was zu weiteren Kosteneinsparungen führt.

Als nachteilig erweist sich in der Verpackungsindustrie grundsätzlich eine hohe Gaspermeabilität. In diesem Punkt ist die Technologie von Rommelag herausragend. Für jeden Anwendungsfall stehen Verpackungslösungen bereit, die die Permeabilität minimieren und somit die Stabilität des Wirkstoffs bis zum Ende der Laufzeit (Haltbarkeitsdatum) sicherstellen. Günstig wirken sich darüber hinaus folgende Materialeigenschaften aus:

  • einfaches Handling

  • Flexibilität

  • Bruchresistenz

 

In welchen Bereichen kommt das Form-Fill-Seal-Verfahren zum Einsatz?

Form-Fill-Seal-Beutel sind ideal zur aseptischen Abfüllung von Pharmazeutika. FFS-Beutel eignen sich insbesondere zur Aufnahme von:

  • Parenteralia: Große Volumina (LVP) wie Infusionslösungen in flexiblen Beuteln. 
  • Biotechnologie: Aseptische Abfüllung empfindlicher Biologika, die von den Barriereeigenschaften der Mehrschichtverbünde profitieren. 
  • Klinische Ernährung: Sicherer Schutz für sauerstoffempfindliche Vitamine und Nährstoffe durch minimierte Permeabilität.

 

Form Fill Seal und Blow Fill Seal - eine gelungene Kombination effizienter Verpackungslösungen

Das Form-Fill-Seal-Verfahren stellt eine Ergänzung zu den Blow-Fill-Seal-Verpackungen der Firma Rommelag dar. BFS gilt in der Pharmazie als der „Goldstandard“ für Sterilsicherheit. Die Stärken des FFS liegen in flexiblen Beuteln aus Mehrschichtverbunden. Diese eignen sich als Infusionsbeutel, die spezifische Barriereeigenschaften benötigen. Die Anwendung beider Verpackungsverfahren überzeugt bei der aseptischen Abfüllung und beim Qualitätsschutz.

Vorteilhaft ist nicht zuletzt die hocheffiziente Integration des Prozesses. Die nahtlose Kette aus Ausformung, Befüllung und stoffschlüssiger Verschweißung ermöglicht auf minimalem Raum eine maximale Ausbringung.